18. Juni 2010
>Bremen verpflichetet Kroos<
Diese frohe Botschaft war allen Medien zu entnehmen. Jeder sollte es wissen. Welch ein Paukenschlag - sicherlich würde die Weser keinen neuen Kapitän begrüßen, aber immerhin einen vielversprechenden Mart.
Dann die Ernüchterung - “Kroos, Toni” wird weiterhin an der Iser sein Geld verdienen, “Kroos, Felix” hingegen wechselt in den Norden.
Was soll man nun also von dieser Verpflichtung halten - wie wird er sich entwickeln, kann er seinem Bruder das Wasser reichen - oder wird er von der Bank aus seinen Mitspielern das Wasser reichen - ganz der Smmootje: Bank warm halten, hin und wieder ein kleiner Witz und ansonsten Schweigen und ein eigenes Süppchen kochen.
Seitens des Vereins und seitens der Fans hofft man natürlich einen zukünftigen Star an der Angel zu haben - vielleicht aber wird das warten auf die Zukunft so enden wie das Warten auf das gelobte Land und ein weiterer junger Bursche muss die Segel streichen und als Mart von Bord gehen - in unbekannte Gewässer - ein stiller Abschied in tiefere Gewässer: mit Spielen gegen Dynamo und Wacker - ein Untergang mit wehenden Fahnen: Wehen-Wiesbaden, statt Mailand oder Madrid.
Bis eine vollständige Analyse möglich ist wird mit Sicherheit noch der ein oder andere Sturm übers Land ziehen.
Zwischen den Zeilen über die Demontage Down-unders war dies aber sicherlich eine der interessantesten Berichte rund um den Ball.
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13. Juni 2010
Es ist soweit.
Die vielleicht schönste Zeit des Jahres. Es ist Sommer, es ist warm, die Menschen haben gute Laune - es ist Weltmeisterschaft!
Die ganze (Fussball-)Welt hat auf diesen Augenblick gewartet, seitdem die Welt zu Gast bei Freunden war.
Die Freunde werden sich nun wieder vereinen - egal welche Farben, egal welcher Verein - der nächste Monat kennt nur ‘Schwarz, Rot, Gold’ und ‘Deutschland’ - kein Hamburg, kein Bremen, kein Dortmund, Schalke, kein Gladbach, kein Köln.
Vergessen sind alle Rivalitäten der Saison, am Ende zählt nicht wer das entscheidene Tor für Deutschland geschossen hat, wichtig ist nur, dass es geschossen wurde.
Es wird gemeinsam gelitten und gemeinsam gefeiert. Es sind grade diese Fussballfeste, die alle vier, bzw. zwei Jahre die Fanzination, die Sensation dieses Sports ausmachen.
Am Ende hoffen wir alle natürlich, dass wir diejenigen sind, die hupend durch die Straßen fahren. Vergessen wir die Zeiten in den die Seats ihre Hupen getestet haben, vergessen wir die Fiats, genauso vergessen wir Gyros und Samba, und Croissants, Baguettes und Renault sowieso - es wird Zeit für ein schwarz, rot, goldenes Fahnenmeer, ein Gesang aus tausend Kehlen. Die Fans sind bereit - hoffentlich die Mannschaft auch.
Auf ein freundliches und fröhliches Miteinander - ein großes Fest.
Und einen Titel mehr.
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30. Mai 2010
10.05.2010
Am Ende hat nun also für den dritten Platz - und somit zur (möglichen-)Teilnahme an der Championsleague gereicht. Den Abschluss bildete ein 1:1 im Derby gegen den HSV. Während die Elbstädter nach ansprechender Hinrunde eine erfolgsversprechende Ausgangslage erarbeitet hatten, setzte das Labadiasyndrom ein und es begann eine Teilnahme, inklusive verpasstem Europaligafinale im eigenen Stadion, Pokalaus gegen Drittligisten Osnabrück, sowie letztendlich verpasstem internationalen Wettbewerb.
Ganz anders Werder, die nach mäßigem Start immer besser wurden und am Ende durch einen fulminaten Run noch den Platz auf das Treppchen geschafft haben, sowie am kommenden Wochenende noch die Chance haben diese Saison mit einem Titel abzurunden.
Im Pokalfinale gilt es die scheinbar übermächitgen Bayern zu ärgern, die Bayern die am Ende gewohnt souverän die Meisterschaft geholt haben - die Bayern, die sich bis ins Finale der Championsleague gespielt haben und auch national ihren Weg einmal mehr ins Pokalfinale gefunden haben.
Bremen geht sicherlich als Außenseiter in dieses Spiel, grade diese Rolle scheint in dieser Saison keinschlechtes Omen zu sein. Ich hoffe, dass es dem Weserdavid gfelingt dem Wies’ngoliath nocheinmal die Lederhosen auszuziehen.
Wie man die großen ärgertund vom Titel abhält haben an diesem Wochenende bereits die Amateure von Werder Bremen gezeigt: diese setzten sich mit 2:1 gegen Spitzenreiter Aue durch und machten so den Weg frei für den VFL Osnabrück, der mit einem 1:0 in Burghausen so nicht nur den Aufstieg, sondern auch den Meistertitel, perfekt machte. Dies war Grund genug mit 2500 mitgereisten Fans Burghausen in ein Tollhaus zu verwandeln. Der Rasen wurde von den Fans gestürmt, die Tribüne von den Spielern, der Mc Donalds von der Polizei. Zwanzig Stunden Busfahrt, die dank der Schützenhilfe von Werder Bremen II zu einer unglaublichen Party wurden.
Während in Osnabrüück also bereits der erste Titel der Dekade gefeiert wird, kann Bremen am Samstag nachlegen, wenn auch mein Herz wieder mehr grün-weiß, als lila-weiß schlägt.
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30. April 2010
Von Geburt an hält das Lebens für uns eine Reihe von Momenten parat, in denen wir Entscheidungen treffen müssen.
In diesem Fall ist es eine Entscheidung zwischen neuer und alter Welt, zwischen neuen Möglichkeiten und alter Tradition, eine Entscheidung zwischen Spaß und Spaß, Sommer, Sonne, Sonnenschein oder Sommer, Sonne, Samstagsspiel.
Bremen zu Gast in Gelsenkirchen. Werder gegen Schalke.
Werder mit Blick auf die Championsleague, Schalke mit Blick auf die Meisterschaft. Ein Topspiel.
Zeitgleich jedoch ist jenes Fest auf das unzählige Menschen der Region und darüber hinaus das ganze Jahr über warten: Der erste Mai - der größter Spaziergang des Jahres, ein interkulturelles Fest aller Generationen. Tausend gröhlende Kehlen in der Veltinsarena, oder tausende singende Jugendliche und Junggebliebene auf freiem Areal.
Zwei Welten prallen aufeinander.
Nur in einer kann man sich aufhalten, nur eine kann den Vorzug erhalten - es geht ums Prinzip.
Meine Entscheidung ist bereits gefallen, bevor ich wusste, dass es eine Entscheidung zu fällen gibt. Die Reise von Ankum nach Kettenkamp wird ohne jeden Zweifel mindestens so lange dauern wir eine Fahrt nach Gelesenkirchen, das Spektakel in Kettenkamp wird ohne jeden Zweifel länger dauern als ein Fussballspiel plus Nachspielzeit und grade deshalb kannn es nur einen Weg geben: Ankum Kettenkamp - der erste Mai - ein Weg, der vielmehr ist als nur das Ziel, dieser Weg ist an diesen einen Tag - alles!
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24. April 2010
Auswärtsfahrt Dortmund - so weit, so bekannt.
Diesmal jedoch unter anderen Voraussetzungen: andere Liga, andere Teams, andere Fans!
Ein weiterer Seitensprung, keine andere Sportart, aber ein anderes Team. Der Gegener wieder der BVB aber nicht Werder, sondern Osnabrück.
Seitensprung - ein plötzlicher Gefühlsausbruch - Leidenschaft.
Als ehemaliger Bewohner und immer noch Wahlosnabrücker kann man diesen Fehltritt sicherlich verkraften, VFL - BVB II.
Anstelle einer 2:1 Niederlage war es in diesem Fall ein Sieg in gleicher Höhe.
Der VFL kämpft um den Aufstieg, der BVB um den Abstieg. Aus diesem Heimspiel für den BVB wurde allerdings ein Heimspiel für Osnabrück, da mehr als 7.000 Fans mitgereist sind.
Das Spiel hatte deutliche Tendenzen für den VFL, so dass das 2:1 überfällig und Chefsache war. Die Heimreise dagegen war reine Kopfsache. Es kostete einen Seidenschal, sowie viel Gedulg und Muße, aber unterm Strich war es wohl aber die beste Entscheidung einen Seidenschal für eine gebrochene Seele gegen einen gebrochenen Schädel zu tauschen. Leider war auch die Rückfahrt von Brüchen gekennzeichnet, vorallem von einem Bruch unserer Getränkeflasche.
Ansonsten war es ein gelungener Tag, obwohl der Abend noch aussteht. Sollte auch die nächste Werder Fahrt ein solches Ergebnis und ein solches Erlebnis hervorbringen wird Liebe wachsen und gedeihen.
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11. April 2010
Wie angekündigt und voller Vorfreude sollte es am Osterwochenende endlich nach Dortmund gehen. Nicht in christlicher Mission, aber doch nach göttlichem Vorbild sollte auch die Bremer Fanseele endlich vom Leiden erlöst werden und anstatt einer Hand voll Eier sollten drei Punkte aus Dortmund mitgenommen werden.
Der Umwelt zu Liebe griffen wir, ausgestattet mit pfandfreiem Dosenbier, auf öffentliche Verkehrsmittel zurück und fanden uns zu nachtschlafender Zeit in Bersenbrück ein um über Osnabrück und Hamm schließlich in Dortmund zu landen.
Praktischer Weise spielte an diesem Tag auch Schalke zu Hause, so dass die Züge prall gefüllt waren. Dennoch artete die Stimmung nicht aus - und auch auf das professionelle Erstellen von Löchern in Zugdecken wurde verzichtet. So glitten der Bonebreaker und ein Dortmund-Fan-inkognito in frivoler Zweisamkeit durch die Landschaft. Fussballfans sind eben tatsächlich keine Verbrecher, auch wenn sie das ein oder andere Mal dem zu bemitleidenen Stadionmagazinverkäufer echt das Geschäft versauen.
Im Stadion selbst waren unterschiedliche Fanlager räumlich sehr weit von einander getrennt, so dass es kaum zu Interaktionen kommen konnte - bis auf ein winziges Detail, das sehr häufig übersehen wird und dennoch von großer Bedeutung sein kann. Denn so ist es als Fan von Vorteil zu wissen wen man als seine Freunde bezeichnet und wen offensichtlich nicht. Die Derbyrivalität zwischen Bremen und Hamburg ist wohl niemandem entgangen, die Freundschaft zwischen Bremen und Essen kann allerdings teilweise kurz aus den Köpfen verschwinden, bis man sie am eigenen Kopf wieder spürt.
So spielen zwar Bremen und Essen in unterschiedlichen Ligen und auch bedienen sie sich mit grün/weiß auf der einen und rot/weiß auf der anderen Seite komplementärer Vereinsfarben trotzdem - oder grade deshalb - ist es eine so innige Freundschaft. Somit erweist es sich als unpraktisch, da nass, wenn qua Gesang dazu aufgefordert wird eben diese Freunde erst zum Beischlaf einzuladen um sie fortan aus der Erinnerung zu streichen. Manch ein zartbesaitetes Wesen, welches wunderbar gegen die Elbstädter austeilen konnte, sah sich offensichtlich dazu genötigt das illustere Chanson mit einem kräftigen Schluck Bier zu unterbinden. Anschließend musste sie sich jedoch die Frage gefallen lassen, ob ihre Qualitäten über >dumm< und >hässlich< sein hinausgingen - scheinbar nicht.
Leider ging zudem auch noch das Spiel verloren, was natürlich erst einmal auf die Stimmung drückte, glücklich waren jedoch sowohl Heim- als auch Auswärtsfans, da die Bayern gewonnen haben, sonderbar, aber wahr, außerhalb des Freistaates wird ein Sieg der Münchener Bayern bejubelt, aber wenn es gegen Schalke geht ist man vorallem in Dortmund bereit einiges in Kauf zu nehmen.
So wurde auch die Rückfahrt wieder unterhaltsam und spaßig. Es wurde zwar noch einmal heiß, am Ende unserer Reise wurde allerdings auch der letzte Durst gelöscht.
Wenn auch das Spiel nicht gewonnen wurde, war es allemal ein gelungener Tag - und all meine Bedenken möglicher Fehler wurde beseitigt, denn außer einer 25-jährigen Fanfreundschaft haben es alle unbeschadet überstanden.
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19. März 2010
… Wenn diese Devise zur Nebensache wird, weiß man, es ist Fussball - und es geht um die Wurst.
An diesem Abend war es die Europaliga: Bremen gegen Valencia.
Heimspiel im Weserstadion, unentschieden im Hinspiel, kein Grund um Panik zu verbreiten.
Weit gefehlt - noch bevor das erste Bier geöffnet und das erste Sück Fleisch auf dem Rost lag, durfte Wiese bereist das erste mal hinter sich greifen, sicher kein schönes erstes Mal. Dies sollte aber nicht das einzige Mal bleiben, im Gegenteil, schon im ersten Durchgang geriet Wiese allein durch das Ball aus dem Netz fischen ins Schwitzen. 1:3 zur Halbzeit war kein allzu hoffnungsvolles Ergebnis und so langsam aber sicher rückten die Steaks und das Bier in den Vordergrund.
Dieses Spiel aber sollte weiter packend bleiben. Zwar wurde die vom Kommentator vorgegebene Marschrichtung “3 … 2 … 1 .. Meins” - also noch drei Tore bis zum Weiterkommen - von der Bremer Offensive befolgt, allerdings zerplatzte der Traum vom Weiterkommen durch das vierte Gegentor.
4:4 ist sicherlich für neutrale Zuschauer ein angenehmes Ergebnis nach einem unterhaltsamen Spiel, für einen Bremenfan gibt es diesem Ergebnis aber wenig positives abzugewinnen.
So bleibt am Ende doch nur eins übrig …
… Chillen - grillen - Kasten killen!
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17. März 2010
Das erste Mal ist immer etwas besonderes, für viele ist es gar etwas, das sie nie vergessen. In diesem Fall kommt das erste Mal allerdings sogar nach den ersten Seitensprüngen.
Bald soll es soweit sein, der vierte vierte, das kann kein Zufall sein: Letztes Jahr zur gleichen Zeit befand ich mich auf einem Auswärtstrip in München um, ganz im Stile eines Heimatverbundenen, den VFL Osnabrück, noch in der zweiten Liga, gegen 1860 München zu bestaunen, bzw zu bejubeln. Sollte also diese Fahrt in etwa an die Reise nach München herankommen, wird es ein großartiges Erlebnis.
Das erste offizielle Spiel als Bremenfan - als Fanclubmitglied.
Dortmund heißt der Gegner - Auswärtsspiel in Deutschlands größtem Stadion.
Wie wird es sein?
Bekanntlich habe ich bereits etliche Auswärtsfahrten quer durch die Republik im Basketball unternommen, aber allein die Zahl der Zuschauer unterscheidet sich hierbei um ein vielfaches. Natürlich ist auch das Spiel ein anderes, die Fans sind andere, die ganze Atmosphäre ist eine andere.
Ich bin gespannt. Gespannt auf die Anreise, die Minuten vor dem Spiel, der Zeit während des Spiel, gespannt wie die Zeit verfliegen wird und natürlich gespannnt auf die Stimmung, während des Spiels - und auch danach.
Während Basketballfans außer bei Derbys meistens ein sehr freundschaftliches Verhältnis pflegen, gemeinsam Teil einer Randgruppe sind, werden Fussballfans häufig in komplett anderem Licht dargestellt.
Vom Rüpel bis zum Krawallmacher ist alles vertreten, Hooligans, gar Verbrecher würden zu Werke schreiten.
Es ist die Furcht und gleichzeitig die Vorfreude auf das erste Mal - wie viel kann man falsch machen? Falsche Farben - Falsche Bewegungen - Falsche Äußerungen - Verpasste Einsätze beim Gesang - Verpasste Schirischelte - die Palette möglicher Patzer ist reichhaltig. Ich blicke dennnoch mit Zuversicht in die Zukunft - gespannt - aber die Freude überwiegt.
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10. März 2010
Mittlerweile bin ich zwar mehr oder weniger in den Zügen der Deutschen Bahn zu Hause, es gibt aber immer wieder Fahrten, die einen besonderen Reiz haben, in Erinnerung bleiben und selbst mich überraschen. So geschehen am vergangenen Samstag.
Auf dem Weg von Osnabrück nach Hannover stieg in Herford eine Grupper junger Frauen ein, die einen Junggesellinenabeschied feierten. Diese Gruppe verbreitete ausgelassene Stimmung, unterhielt den Zug mit Spielchen, sowie durch den Verkauf alkoholischer Getränke.
Da es im Leben erstens immer anders kommt und zweitens als man denkt, stieg in Minden eine weitere Gruppe gut gelaunter Menschen hinzu. Diesmal eine Gruppe Werder Bremen Fans, bzw eine Gruppe bestehend aus Bremen und Essen Fans.
Singend, beinahe grölend betraten sie den Zug und machten gleich Bekanntschaft mit der Gruppe Frauen, die zur Freude der Fussballanhänger Getränke verkauften. “Können wir 13 für 10 haben?” war die erste Frage, die zu vernehmen war und bezog sich auf die Schnäpse die von den Damen verkauft wurden.
Die Stimmung stieg weiter und weiter - bis zum Siedepunkt.
Spirituosen als Währung anerkennnend mischten sich beide Gruppen, mischten sich Gesänge, entstand ein Stimmungsgemisch, das überzukochen drohte.
Neben all diesen Effekte, war während dieser Fahrt für mich vorallem auch der Lerneffekt vorhanden: Seit einiger Zeit bewegt mich die Frage, wie die Löcher in die Decken der Züge kommen, bis ich vor kurzem von einem Mitgleid des Bahnbeleitpersonals aufgeklärt wurde, die Löcher seien durch Fussballfans entstanden. Dies sollte zwar meine erste Frage klären, warf aber einhergehend die Frage der Methodik auf. Ebendiese Methodik wurde aber am Samstag einleuchtend vorgeführt. Somit sind die niedrigen Decken eines Bahnwagons hervorragend als Trommelmembran geeignet. Wahlweise schlägt man diese Membran mit den bloßen Händen, mit Trommelsticks, oder gar mit Paukensticks. Das Resultat ist lautes Trommeln, gute stimmung - und manchmal scheinbar Löcher in der Decke.
In diesem Sinne bleibt festzuhalten: Fussballfans sind keine Verbrecher - auch wenn der augenscheinlich überforderte Schaffner dies vielleicht anders beurteilen würde. Ich für meinen Teil hatte Spaß - und Becks.
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23. Februar 2010
Ein Seitensprung gehört sicherlich nicht zu den Angelegenheiten, die in der Gesellschaft besondere Anerkennung genießen.
Grade in einer so frischen Beziehung muss ich mir wohl den Vorwurf der Unmoral gefallen lassen. So kurz in der neuen Bindung und schon der erste Ausbruch aus dem Alltag.
Wiedereinmal hat sich gezeigt, welchen Einfluss eine alte Liebe noch auf den Menschen haben kann. Es war nur ein kurzer Moment, ein Augenblick, kaum wahrnehmbar und doch so stark, dass ich nicht widerstehen konnte.
Somit war ich heute seit langer Zeit mal wieder beim Basketball. Schlimmer noch ich werde bereits in einer Woche wieder da sein.
Grün ist hierbei allerhöchstens das Maskottchen, weiß - naja - weiß waren einst die Trickots.
Immerhin sind bis dahin auch noch zwei Werderspiele - zwei Spiele mich weiter zu überzeugen.
Ich denke wir brauchen noch etwas Zeit - diese Liebe muss erst noch reifen.
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